Landschaftspflegeverband
Projekte >> > Bergwiesenprojekt >> Bergwiesenprojekt Prämierung 2013

Platz 1 in Sachsen

Rainer Gnauck
Schandauer Str. 50
01855 Sebnitz OT Hinterhermsdorf

Gnaucks Teichwiese

Nördlich von Hinterhermsdorf, westlich des Weifberges befinden sich große und extensiv bewirtschaftete Wiesenparzellen, die eingebunden sind in lange Gehölzreihen und so der Landschaft ein äußerst abwechslungsreiches Bild verleihen. Diese Landschaftsbilder gehören mit zu den Schönsten welche die Sächsische Schweiz zu bieten hat. Eine dieser Wiesen ist von bemerkenswertem Artenreichtum und deutet mit ihrem Pflanzenspektrum eine lange Kontinuität der Bewirtschaftung an. Wir finden hier die typischen Wiesenarten des unteren Berglandes in vollem Umfang ausgeprägt, wie es auch schon in anderen Wiesen um Hinterhermsdorf festgestellt wurde. Bei einem Begang an einem verregneten Junitag konnten immerhin 33 Pflanzenarten festgestellt werden. Weitere Arten werden noch zu finden sein. Die Verbindung von traditioneller Landnutzung und Kulturlandschaft ist hier in vorbildlicher Weise gegeben.

Platz 2 in Sachsen

Gerhard Steinert und Günter Hansel
Zum Hegebusch 16 und 18

01855 Sebnitz OT Altendorf

Wiese am Hegebusch

Die am südlichen Ortsrand von Altendorf gelegene Wiese besitzt,trotz ihrer geringen Größe,infolge einer über mehrere Jahre hinweg durchgeführten naturschutzgerechten Pflege einen hohen Artenreichtum. Sie wird noch ganz klassisch mit der Sense gehauen. So konnten beim Wiesenbegang im Juni dieses Jahres über 40 Pflanzenarten festgestellt werden. Das Spektrum der Arten wiederspiegelt die Charakteristik einer Glatthafer-Wiese, welche für die Sächsische Schweiz in den unteren und mittleren Höhenlagen typisch ist. Die buntblumige Ausprägung der Wiese besitzt neben ihrem naturschutzfachlichen auch einen hohen Erlebniswert. Dabei ist zu beachten, dass solche Wiesen in unserer Landschaft immer seltener werden und ihre Erhaltung von hoher Bedeutung ist.

Platz 3 in Sachsen

Festung Königstein

Pfeilschanzewiese

Die Wiese auf der Pfeilschanze, im nordwestlichen Bereich Festung Königsteingelegen, besitzt auf Grund der trockenwarmen und zum Teil exponierten Lage (Hänge und Böschungen) eine artenreiche Ausprägung. Bemerkenswert dabei ist das Vorkommen einer ganzen Reihe von wärmeliebenden und seltenen Pflanzenarten, die dem nahen Elbtal ihre Existenz verdanken, wie die Balkan-Witwenblume, die in Deutschland nur in der Sächsischen Schweiz vorkommt. Insgesamt besitzt die Wiese etwa 50 Arten, was einen für hiesige Verhältnisse hohen Artenreichtum anzeigt. Die Wiese wird einmal jährlich gemäht, wobei der Aufwand infolge der Absturzgefahr an den Bastionen sehr hoch ist. Die Verbindung der Anforderungen des Kulturdenkmales Festung Königstein mit einem artenreichen und wertvollen Biotop kann hier als vorbildlich angesehen werden.

Platz 1 in Böhmen

Viktor Vrabec,
407 15 Srbská Kamenice, Nr. 176

Wiesencharakteristik

Eine über 50 Jahre sehr gut bewirtschaftete Wiese, früher ein Feld. Schrittweise sind neue Wiesenarten hinzu gekommen, u.a. auch die Orchidee Breitblättriges Knabenkraut. Die Wiese ist nach Feuchtigkeit diversifiziert und artenreich, am Bewertungstag wurden 49, darunter mehrere stark gefährdete oder seltene Arten festgestellt.

 

Platz 2 in Böhmen

Gemeinde Srbská Kamenice

Bürgermeisterin: Jitka Voglová,

Wiese am Grünen Gasthof

Wiesencharakteristik

Fragment einer gut bewirtschafteten Feuchtwiese mittels der Gemeinde. Typisches Beispiel einer Talauenwiese mit durchfließendem kleinem Bach. Eine kleinere Fläche ist dauerhaft nass. Unter vielen regionaltypischen Arten ist das Vorkommen des Schmalblättrigen Wollgrases bedeutsam, die hohe Diversität ergänzen auch weitere stark gefährdete oder gefährdete Arten. Am Bewertungstag wurden insgesamt 59 Arten festgestellt.

 

Platz 3 in Böhmen

Mikulášovice

Bürgermeisterin: Dipl.-Ing. Miluše Trojanová

Wiesencharakteristik

Relativ ausgedehnt, standortbunt und gut bewirtschaftete Wiese mit feuchten Stellen, vor allem am Kontakt zum kleineren Erlenbestandenen Bach. Die Restfläche ist ein eher mesophiler Wiesenbestand mit bedeutsamen Vorkommen des Großen Wiesenknopfes, Nahrungspflanze der Bläulinge. Unter den insgesamt 48 am Bewertungstag festgestellten Arten sind viele stark gefährdete oder gefährdete. Es wird empfohlen an Berührungspunkten mit Gärten angehäuften Kompost und anderes gelagertes Material zu entfernen.