Landschaftspflegeverband
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1. Platz in Sachsen

S. und D. Grützner 
Stolpen OT Langenwolmsdorf

Artenreiche Blühwiese in Langenwolmsdorf

Die an 43 Pflanzenarten reiche Wiese liegt an einem südexponierten Hang. Der nördliche, flachere Bereich ist mäßig nährstoffreich und wird stärker von Gräsern dominiert. Hier wachsen viele typische Arten der traditionellen Heuwiesen, wie Glatthafer, Goldhafer, Wolliges Honiggras, aber auch Spitzwegerich und Scharfer Hahnenfuß. Der südliche, steilere Hang ist trockener, nährstoffärmer und sehr artenreich. Heute nicht mehr häufige Arten wie Heide-Nelke, Kleines Habichtskraut, Kleiner Sauerampfer, Kleine Bibernelle und Acker-Witwenblume sind hier zu finden.

2. Platz in Sachsen

S. Macher
Bad Gottleuba-Berggießhübel OT Markersbach

Blumenbunte nährstoffarme Frischwiese in Markersbach

Die Wiese liegt nordexponiert im Tal der Kache. Sie ist niedrigwüchsig, blumenbunt und frisch bis feucht. Insgesamt 36 Arten nährstoffärmerer Pflanzenarten wurden hier gefunden. Im Übergangsbereich zwischen Elbsandsteingebirge und Osterzgebirge gelegen, finden sich hier einige typische Arten der erzgebirgischen Bergwiesen wie Perücken-Flockenblume, Geflecktes Johanniskraut, Berg-Platterbse und Ährige Teufelskralle. Wiesen- und Rundblättrige Glockenblume sind sehr häufig und bilden einen schönen Blühaspekt.

3. Platz in Sachsen

F. Gebauer
Neustadt i. Sa. OT Krumhermsdorf

Blütenreiche Hangwiese in Krumhermsdorf

Die westexponierte Hangwiese befindet sich landschaftlich schön gelegen südlich von Krumhermsdorf. Sie wird mit Pferden beweidet und beherbergt insgesamt 41 Arten. Viele davon sind typische Pflanzen der traditionellen, nicht zu nährstoffreichen Heuwiesen, wie Glatthafer, Goldhafer, Rotschwingel, Wiesen-Sauerampfer und Rot-Klee. In mageren Hangbereichen wächst die Heide-Nelke. Auf Rohbodenstellen, die wahrscheinlich durch Tritt entstehen, finden sich kleine einjährige Arten wie Frühlings-Hungerblümchen, Acker-Schmalwand und Feld-Ehrenpreis.

 

Preisträger 2020

Eigentlich war die Prämierung des diesjährigen Bergwiesenwettbewerbs für den 20. September auf dem Bergwiesenfest in Königstein Ebenheit geplant. Jedoch konnte das Fest dieses Jahr leider nicht stattfinden. Die Auflagen zum Infektionsschutz waren nicht umsetzbar. Ein neuer Plan wurde vorbereitet. Die Prämierung sollte am 11. Oktober auf dem Apfelfest in Bad Schandau stattfinden. Aber leider musste aus bekannten Gründen auch dieses Fest abgesagt werden. Also wurde an einer Alternative gearbeitet. In einem kleinen Rahmen sollte die Prämierung der Wiesen im November im Nationalparkzentrum stattfinden. Allerdings machte Corona erneut einen Strich durch die Planung.

Da das Bergwiesenprojekt 2020 dennoch zu einem gebührenden Abschluss gebracht werden sollte, wurden die Urkunden und Wiesensteckbriefe am 12. Dezember einfach zu allen Wettbewerbsteilnehmern nach Hause gebracht - natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln.

Hier die Fotos der Preisträger 2020 bei der Urkundenübergabe: